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Elektromagnetische Wellen als Trägermedium

Mobilfunkanlagen und Handys senden und empfangen Informationen mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen. Sprache und Daten werden in Signale umgewandelt und mittels der elektromagnetischen Wellen vom Handy zur Mobilfunkanlage übertragen und umgekehrt.

Auch Radio, TV, Polizeifunk, Bewegungsmelder und Babyphone nutzen elektromagnetische Wellen als Tägermedium. Darüber hinaus gibt es auch natürliche Quellen für elektromagnetische Felder, etwa das Licht.


Im Rahmen eines "EMF-Monitorings in Bayern" hat das Bayerische Landesamt für Umwelt bereits zum zweiten Mal an 400 Standorten die elektromagnetischen Felder im Hochfrequenzbereich gemessen. Ergebnis: An allen Messorten liegen die elektromagnetischen Felder unter 4 Prozent vom gültigen Grenzwert. Der Mittelwert der Summenimmission über alle Messorte beträgt etwa 0,8 Prozent vom Grenzwert. Die Hauptquellen für die elektromagnetischen Felder sind der Rundfunk (45 Prozent) gefolgt vom Mobilfunk (40 Prozent) und Fernsehen (11 Prozent).


Wer die Diskussion über elektromagnetische Felder in unserer Umwelt allein auf Handymasten beschränkt, der fasst deutlich zu kurz.

Mobilfunkstandards

Es gibt heute eine ganze Reihe von Funkstandandards, aber nur für GSM und UMTS stehen momentan großflächige Mobilfunknetze zur Verfügung. Der Mobilfunkstandard der nächsten Generation heißt LTE.

GSM, UMTS und LTE unterscheiden sich im Wesentlichen in zwei Punkten. Erstens in der Frequenz und zweitens in der Art und Weise, wie Informationen übertragen werden. In GSM-Netzen werden die Informationen verschiedener Nutzer bei 900 MHz bzw. 1.800 MHz in komprimierten Paketen nacheinander gesendet. Bei UMTS dagegen senden alle Nutzer gleichzeitig, kontinuierlich und auf der selben Frequenz von 2000 MHz. Dabei werden die Signale mit einem speziellen Code versehen, den nur der Empfänger entschlüsseln kann. So wird das vorhandene Frequenzband effizienter genutzt und eine höhere Datengeschwindigkeit erreicht. Der LTE-Standard (Long Term Evolution) kann in Deutschland in Bereichen von 800 MHz, 1800 MHz, 2000 MHz und 2600 MHz eingesetzt werden. LTE-Stationen nutzen für die Übertragung der Daten eine große Zahl schmalbandiger, parallel arbeitender Trägerfrequenzen. Dieses Verfahren wird bereits beim Digitalfernsehen und bei schnellen WLAN-Verbindungen erfolgreich eingesetzt. LTE bietet sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten in Verbindung mit sehr kurzen Antwortzeiten, durch die Internetseiten schneller aufgebaut werden.

UMTS- und LTE-Netze ist deshalb wesentlich besser geeignet, Daten in großen Mengen zu übertragen. Seit der Einführung des „Universal Mobile Telecommunications System“ gilt das mobile Internet als zentraler Wachstumsmotor der Telekommunikationsbranche. Die Daten-Übetragung über Mobilfunk steigt in den letzten Jahren stetig an. Mittlerweile erreicht man Übertragungsgeschwindigkeiten, die denen einfacher Festnetzanschlüsse in nichts nachstehen. Den Nutzern eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten: E-Mails können von unterwegs beantwortet werden. Der örtliche Stadtplan sagt einem in Sekundenschnelle, wie man am schnellsten zu seinem Ziel gelangt. Anhand der Wetter-Voraussage kann man entscheiden, ob man am nächsten Tag in die Berge fährt oder nicht.

 
  Die Bundesnetzagentur hat nach der Versteigerung der neuen Lizenzen die Frequenzbänder für die einzelnen Netzbetreiber zugeteilt.
 

Frequenzzuteilung LTE (19 KB)


 




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